Alle Padel Schläge einfach erklärt.

OK, wenn du schon mal eine andere Schlägersportart wie Tennis, Tischtennis, Badminton oder Squash gespielt hast, sollten „normale“ Schläge wie Aufschlag, Vorhand und Rückhand keine Unbekannten sein.

Allerdings gibt es beim Padel eine ganze Reihe von Spezialschlägen, die sich durch die Besonderheiten dieses Sports ergeben, und auch aufgrund seiner Herkunft aus Südamerika, ziemlich „exotisch“ klingen. Diese sind besonders am Anfang beim Lernen nicht so leicht zu merken.

Um all diese Schläge zu erlernen, empfehle ich, Training-Stunden mit einem Padel-Coach zu nehmen. Er oder sie kann dir die Schläge genau erklären und zeigen, damit du sie auch richtig üben kannst.

Die Liste stelle ich alphabetisch zusammen, damit du die Padel-Schläge später leichter wieder finden kannst. 

Die Bandeja

„Bandeja“ heißt auf Spanisch „Serviertablett“: die Schlägerstellung beim Armieren ähnelt einem waagrecht gehaltenen Tablett. Dieser kontrollierte Slice-Overhead wird bei tiefen Lobs eingesetzt: Ziel ist nicht der Abschluss, sondern die Netzposition zu halten und den Ball tief in eine Ecke zu spielen, damit kein hoher Rückprall entsteht.

Die Bajada

Bei der Bajada wird der Ball direkt von der Glaswand genommen, bevor er ein zweites Mal aufspringt, flach und mit Vorwärtsdruck nach vorne gespielt. Technisch sehr anspruchsvoll (Timing ist alles), aber äußerst effektiv, da der Gegner keine Zeit zur Reaktion hat. Wird oft als offensiver Ausstieg aus der Defensive genutzt.

Der Block

Der Block ist keine klassische Schlagbewegung, sondern eine kontrollierte Abwehraktion: Der Schläger wird mit offener, leicht nach oben geneigter Fläche passiv vor den ankommenden Ball gehalten, also kein Ausschwingen. Er wird oft eingesetzt, wenn ein harter Smash oder Volley kaum abwehrbar ist und das Ziel ist, den Ball überhaupt im Feld zu halten.

Die Chiquita

Hat mit der Banane natürlich nichts zu tun. 🍌
„Chiquita“ (= die Kleine) ist der kurze, flache Rückhand-Schlag aus der Defensive, gespielt knapp über das Netz zu Füßen der Netzgegner. Der schnelle Handgelenks-Snap erzwingt einen tiefen Ball, der schwer anzuspielen ist, und gibt dem Schläger gleichzeitig Zeit, ans Netz vorzurücken. Zudem ist der Gegner aus einer Chiquita quasi gezwungen, den Ball schwach über das Netz zu spielen: er kann aus einer Chiquita heraus nicht angreifen.

Die Dejada (Dropshot)

Die Dejada ist der Stopp-Ball im Padel: Ein sanfter, kontrollierter Schlag mit Backspin, der den Ball knapp über das Netz fallen lässt und kaum aufspringt. Wirksam als Überraschungsschlag nach einem harten Angriff, zwingt die Gegner zu einem Sprint nach vorne.

Der Gancho

„Gancho“ bedeutet „Haken“ 🪝
Die Armführung beschreibt beim Schlag eine hakenförmige Bahn. Wird eingesetzt, wenn ein Lob sehr hoch über die linke Schulter (Rechtshänder) geht und weder Bandeja noch Vibora möglich sind. Der Kontaktpunkt liegt besonders hoch, der Ball wird in Richtung Glas oder Zaun gespielt.

Der Lob oder Globo

Der Lob ist das wichtigste Defensivmittel: Ein hoher Ball über die Netzspieler zwingt sie zurück zur Grundlinie und verschafft dem lobenden Team Zeit, die Netzposition zurückzuerobern. Ein guter Lob landet hinter der Aufschlaglinie und springt tief ins Feld. Auch offensiv eingesetzt als Überraschungsschlag.

Tipp: Je nachdem, ob du Padel indoor oder Padel outdoor spielst, kannst du deine Lobs sogar sehr hoch spielen, und deinen Gegner z.B. durch die Sonne stören. 🌞

Der Rulo

Der Rulo (auch „Kicksmash“) ist ein schwieriger Schlag. Es ist ein Overhead mit ausgeprägtem Topspin, der über die dominante Schulter gespielt wird. Der Ball wird stark nach oben gebürstet, fliegt hoch über das Netz und springt dank des Topspins nach dem Aufprall an der Rückwand steil und unangenehm hoch ab. Oder fliegt direkt seitlich aus dem Feld.

Die Volea

Die Volea (Volley) wird direkt aus der Luft gespielt, ohne dass der Ball erst aufspringt. Er ist ein kompakter Schlag mit wenig Ausholbewegung, hauptsächlich bei Netzposition. Vorhand- und Rückhand-Volea sind technisch verschieden:

  • Bei der Vorhand-Volea holst du den Schläger leicht zur Seite zurück und triffst den Ball vor dem Körper.
  • Bei der Rückhand-Volea ist die Bewegung noch kompakter, der Schläger bleibt fast still vor dem Körper und du blockst den Ball mehr, als dass du ihn schlägst.
  • Bei beiden gilt: kein großes Ausschwingen, sonst verlierst du die Kontrolle.

Die Vibora

Der „Viper“-Schlag 🐍 ist der aggressive Overhead-Abschluss im Padel. Mit starkem Sidespin wird der Ball flach und tief gespielt, er springt von der Glaswand in einem schwer zu lesenden Winkel ab und landet idealerweise zu Füßen der Gegner. Mehr Ausholbewegung als bei der Bandeja, mehr Risiko, mehr Wirkung.

Und hier findest du empfehlenswerte Padel-Trainer in Wien, mit denen du alle diese Padel-Schläge erlernen und perfektionieren kannst:

Veröffentlicht am 22.3.2026 von Gérald Piletta

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